Kokosnüsse aus Indonesien


Indonesien – Kokospalmen im größten Inselstaat der Welt

Auch im größten Inselstaat der Welt, der Republik Indonesien, wird eine Vielzahl von Kokospalmen angebaut. An der Fläche sowie der Einwohnerzahl gemessen, zählt sie zu der größten Republik Südostasiens. Neben den bereits erwähnten Philippinen gehört auch Indonesien, mit etwa 20 Millionen Tonnen Jahresproduktion an Kokosnüssen, zu einem der bedeutendsten Kokosöl-Lieferanten auf der ganzen Welt. Auf der Insel Patar zum Beispiel erstreckt sich an der Ostküste ein schmaler Streifen aus Kokospalmen, ausserdem gedeihen sie um die Dörfer und im Inselinnern auf Hügeln.

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Aufgrund der günstigen geografischen Lage herrscht in Indonesien ein feuchtwarmes, tropisches Klima, was ausgesprochen wichtig für den Wachstum der Kokospalmen ist. Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 25°C bis 27°C im Jahr und einer jährlichen Niederschlagsmenge von 2000 bis 4000 mm, sind die besten Voraussetzungen für eine gute Ernte gegeben.

Wenn die Kokosnüsse reif sind, werden neben den Palmkletterern auch dressierte Affen auf den Baum geschickt, um die Nüsse zu ernten.
Das Kokosöl wird aus der Kopra, dem Fruchtfleisch der Kokosnuss, gewonnen. Nach der Ernte wird die Nuss gespalten und 24 Stunden lang in einem Ofen erhitzt, um die Feuchtigkeit aus dem Fruchtfleisch zu ziehen. Danach löst sich das Fruchtfleisch von der Schale. Die so gewonnene Kopra wird dann in Ölmühlen zum auspressen gebracht oder sie wird zu Kokosraspeln verarbeitet. In Indonesien stellt das Kokosöl die Hauptfettquelle dar.

Nicht nur die weltweit ca. 11 Mio. Kokosnussbauern leben von der Kokosnuss, sondern auch eine Vielzahl weiterer Menschen, die mit der Weiterverarbeitung der Kokosnuss beschäftigt sind. Da der Preis für die Kopra auf dem Weltmarkt nicht sehr hoch ist, verkaufen die Kokosbauern Gefäße, Knöpfe oder andere Souvenirs, die aus der Kokosnuss-Schale hergestellt wurden, um sich noch einen Nebenverdienst zu sichern.

Bildquelle: Lothar Henke / pixelio.de